Straffälligen- und Bewährungshilfe Berlin e.V.
Gefangenen-Fürsorgeverein Berlin von 1827

Berlin, Berlin
Kategorien: Kategorie Resozialisierung 
Das sind wir

Die sbh möchte Menschen davor bewahren (erneut) straffällig oder aber Opfer von Straftaten zu werden. 

Um diese Zielsetzung in Anlehnung an die Leitgedanken unserer Arbeit zu erreichen, beraten wir

  • Straffällige
  • Inhaftierte
  • Haftentlassene
  • von Inhaftierung bedrohte Personen
  • Angehörige, Freunde und Bekannte des o.g. Personenkreises

Unsere Zentrale Beratungsstelle und unsere Zweigstelle sind Anlaufpunkte für Betroffene und deren Angehörige, die Rat und Unterstützung suchen. Wir bieten Ihnen

  • offene Sprechstunden
  • telefonische Beratung
  • Beratungstermine

Bitte informieren Sie sich über unser umfassendes Angebot. Wir freuen uns über Ihr Interesse, auf Ihren Anruf oder auf Ihren Besuch. 

Aus der Geschichte des Vereins...

Am 4. Februar 1827 fand die erste vorbereitende Sitzung zur Stiftung eines Gefängnisvereins in Berlin statt. Die von den Ideen der Quäker angeregten Stifter baten den Begründer der Gefängniswissenschaft, den Hamburger Arzt Prof. Dr. Julius, Vorträge über die miserablen Zustände in den Gefängnissen zu halten, um so ein breiteres Publikum mit diesem Problem bekannt zu machen.
Noch im Frühjahr 1827 hielt Julius in Berlin zwölf ausführliche Vorlesungen über Möglichkeiten der Verbesserung der Gefängnisse und der sittlichen Erziehung der Sträflinge.

Im Sommer 1827 richteten die Stifter einen Ausschuss ein, der aus sieben Persönlichkeiten aus Verwaltung, Justiz und Militär bestand. Dieser entwarf Statuten, die am 12. November 1827 als "Grundgesetz" des Vereins angenommen wurde. Der Vereinszweck war, "mitleids- und strafwürdige Opfer eigener Schuld zu frommen und nützlichen Staatsbürgern umzuschaffen" und dafür zu sorgen, "daß die Entlassenen nicht durch Hilflosigkeit wieder zu Straftätern werden"Mitglieder des Berliner Gefängnisvereins zahlten einen Beitrag von jährlich 4 Thalern. Wer aber nur einmalig 2 Thaler spendete oder 5 Thaler sammelte, wurde als Wohltäter des Vereins anerkannt und öffentlich bekannt gemacht.

Anfang 1828 legte der Verein seine Satzung König Friedrich Wilhelm 3. vor mit der Bitte der Bestätigung und der Verleihung der Rechte einer juristischen Person. Der Herrscher geruhte mit Kabinettsorder vom 27. Juli 1828, dem Ersuchen nachzukommen. Er hatte die Eingabe den Ministern der Justiz und des Innern zur Prüfung vorgelegt. Diese hatten keine Bedenken. Die Bestätigungsurkunde datiert vom 10. September 1828.

Das machen wir

Arbeit

Im Bereich Arbeit organisieren wir die folgenden Angebote:

  • gbg, unser Angebot zur Tilgung von Geldstrafen durch gemeinnützige Arbeit (Arbeit statt Strafe)
  • ARGE, das Angebot der sbh-service gGmbH für gelockerte Gefangene

gbg
Unser gbg - gemeinnütziger Beschäftigungsgeber der sbh - beschäftigt Klienten, die zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht leisten können. Anstelle der nach Strafprozessordnung vorgesehenen Ersatzfreiheitsstrafe können die Tagessätze in gemeinnützigen Einrichtungen oder öffentlichen Institutionen abgearbeitet werden ("Schwitzen statt sitzen" bzw. "Arbeit statt Strafe").

Die Mitarbeiter des gbg werden von handwerklich und pädagogisch ausgebildetem Personal angeleitet bzw. koordiniert. Sie erhalten Essen, Fahrgeld und Arbeitskleidung. Aktuell beschäftigen wir bei unserem gbg durchschnittlich 60 Mitarbeiter pro Tag.

Wenn Sie an einer Leistung durch unseren gbg - z.B. in Ihrer Schule oder KITA - interessiert sind, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir senden Ihnen gerne unsere Referenzen zu oder erstellen für Sie ein Koordinationsangebot. 


Beratung
In unseren Beratungsstellen können sich Männer und Frauen, die strafrechtlich in Erscheinung getreten und von der Inhaftierung bedroht sind, die sich in Haft befinden oder aus der Haft entlassen wurden, beraten lassen. 

Arbeit statt Strafe
Wenn Sie zu einer Geldstrafe verurteilt wurden und nicht in der Lage sind, diese zu bezahlen, können Sie ersatzweise inhaftiert werden.

Sie haben jedoch die Möglichkeit, Ratenzahlungen zu vereinbaren oder die Strafe abzuarbeiten.

Wir beraten Sie gerne über die Verfahrensweise und Ihren persönlichen Weg zur Tilgung der Geldstrafe, unterstützen Sie bei Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft und vermitteln Ihnen einen Beschäftigungsplatz.

Während Sie die Strafe abarbeiten, stehen wir mit Ihnen in Kontakt. Wenn Sie unser Angebot interessiert, wenden Sie sich bitte an uns.

Gruppenangebote in JVAen 

Wir bieten in den JVAen Tegel, Charlottenburg, Moabit, Plötzensee, der JSA sowie für den Offenen Vollzug folgende Gruppenangebote und Trainings an:

  • Gruppentraining Soziale Kompetenzen (GSK)
  • Trainingsprogramm zur Vorbereitung der Haftentlassung (TVH)
  • MotivationsgruppenAnti-Gewalt-Trainings
  • Gruppenprogramm Alkoholabhängigkeit/Alkoholberatung (GAA)
  • Gruppenprogramm für Verkehrsstraftäter

An unseren Trainings nehmen aktuell monatlich etwa 130 Inhaftierte teil. 

Ziele & Methoden 

Wir unterstützen die Teilnehmer/innen unserer Gruppentrainings, ihre (Vollzugs-) Ziele zu erreichen, insbesondere ihr zukünftiges Leben straffrei und in sozialer Verantwortung führen zu können. 

Dies erreichen wir, indem wir 
  • uns im Rahmen von Gruppenberatungen mit den relevanten Themen auseinandersetzen,
  • die Gruppe darüber hinaus als sozialen Lernraum gestalten
  • in flankierender Einzelberatung individuelle Fragestellungen bearbeiten und vertiefen,
  • in Rollenspielen soziale Schlüsselkompetenzen trainieren und videogestütztes Feedback geben und
  • die individuelle Zielerreichung in Dreiergesprächen (Teilnehmer - Trainer/in - zuständige Gruppenleitung) auswerten und den Lernprozess an die JVA zurück übergeben.

Wirksamkeit 

Da wir unsere Gruppenangebote regelmäßig weiterentwickeln und zugunsten unserer Klienten hinsichtlich ihrer Wirksamkeit ständig verbessern wollen, haben wir sie im Zeitraum 2010/2011 evaluieren lassen; eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Wirkungsanalyse finden Sie hier. 

Die Gruppe macht´s! 


Projekt "ISI- Integration statt Inhaftierung"

"ISI- Integration statt Inhaftierung" ist ein von der DKLB finanziertes und auf 3 Jahre angelegtes Modellprojekt. "ISI - Integration statt Inhaftierung" wendet sich an Menschen, die ihre Geldstrafentilgung im Rahmen von "Arbeit statt Strafe" abgebrochen haben oder eine vereinbarte Ratenzahlung mit der Staatsanwaltschaft nicht mehr einhalten konnten. Absehbare Folge wäre die Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe, also die ersatzweise Inhaftierung.

Ziel von "ISI- Integration statt Inhaftierung"

  • Unterstützung bei der Lösung sozialer Problemlagen
  • Tilgung einer uneinbringlichen Geldstrafe durch freie Arbeit
  • Vermeidung der Ersatzfreiheitsstrafenhaft

Instrumente von "ISI- Integration statt Inhaftierung"

  • Feststellung jeweiliger Hilfebedarfe und lösungsorientierte Hilfeplanung
  • Vermittlung an ausgesuchte Beschäftigungsgeber, bei denen Sozialpädagogen des Projekts vor Ort sind.
  • Dadurch schnelle bedarfsorientierte Intervention bei Schwierigkeiten ohne zwangsläufig die Geldstrafentilgung zu unterbrechen

ISI -Integration statt Inhaftierung- wird seit Januar 2011 in einem Nachfolgeprojekt weitergeführt. 


Beratungsstelle für Straffällige und Haftentlassene 

Wir beraten und unterstützen Menschen, die 

  • von Haft bedroht sind,
  • inhaftiert sind,
  • aus der Haft entlassen wurden,
  • straffällig geworden sind
  • sowie deren Angehörige.

Straffälligenberatung in unserer Beratungsstelle 

Das Angebot unserer Beratung umfasst insbesondere: 

  • Beratung zu Fragen rund um Straffälligkeit, Strafvollzug sowie bei Geldstrafen
  • Allgemeine Sozialberatung (z.B. Klärung sozialhilferechtlicher Ansprüche, Unterstützung bei Behördenangelegenheiten etc.)
  • Hilfestellung bei der Klärung von rechtlichen Fragen
  • Beratung und Unterstützung zur Erhaltung bzw. bei der Beschaffung einer Wohnung
  • Vermittlung an Fachberatungsstellen (z.B. Suchtberatung, Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen, anwaltliche Rechtsberatung etc.)

Unsere Offene Sprechstunde in der Bundesallee: Dienstag und Donnerstag, 14 – 18 Uhr. Sie können uns gerne auch anrufen oder einen Brief oder eine eMail schreiben. 


Straffälligenberatung in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee 

Unsere Berater/innen unterstützen Sie bei Ihrer Vorbereitung auf die Haftentlassung. Das Angebot unserer Beratung umfasst: 

  • die allgemeine soziale Beratung im persönlichen Gespräch
  • Beratung und Unterstützung zur Haftentlassungsvorbereitung (Erhaltung bzw. Beschaffung einer Wohnung, bei Problemen mit Ämtern und Behörden, bei der Abklärung von rechtlichen Ansprüchen auf materielle Grundsicherung usw.)
  • Beratung zu Fragen rund um Straffälligkeit, Strafvollzug und dessen Gestaltung sowie bei Geldstrafen
  • Unterstützung bei der Entwicklung einer straffreien und eigenständigen Lebensperspektive (Beratung bei der beruflichen Wiedereingliederung, bei der Wiederherstellung von familiären Kontakten sowie bei Familien- und Beziehungsproblemen, Schuldnerberatung, bei ausländerspezifischen Fragen etc.)
  • Angehörigenberatung
  • Weitervermittlung an Fachberatungsstellen (s.o.)

Unsere Beratungsstelle für Straffällige und Haftentlassene wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Das brauchen wir

Spenden

Hier findest Du uns

Straffälligen- und Bewährungshilfe Berlin e.V.
Bundesallee 42

10715 Berlin

Ansprechpartner
Matthias Nalezinski

Tel: 030-8647130
Fax: 030-86471349

E-Mail: info@sbh-berlin.de



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