Tierschutzverein Offenbach e. V.,


Offenbach (Main) , Hessen
Kategorien: Kategorie Tiere 
Das sind wir

Die Geschichte des Tierheims
ein Bericht von Eveline Klein 

Nach dem Krieg wurden herrenlose Tiere in Polizeirevieren in Zellen untergebracht, später dann wurden sie in den Schlachthof gebracht, wo sie nach kurzem Aufenthalt eingeschläfert wurden. 1955 baute die Stadt Offenbach dann einen Hundezwinger, der bis 1975 als Provisorium diente. Tierfreunde lieferten warme Decken im Winter für die in ihren unzureichenden Holzkäfigen frierenden Tiere. Es gab für den Offenbacher Tierschutzverein unter Leitung seines ersten Vorsitzenden, Herrn Rudolf Dohn, einen langjährigen Kampf, der teilweise mit harten Bandagen ausgetragen werden musste, aber die Mühe hat sich gelohnt: 1975 konnte endlich das erste Tierheim der Stadt Offenbach in Betrieb genommen werden. Jetzt hatte man ein stabiles Gebäude mit sauberen Boxen und Auslaufmöglichkeiten für die herrenlosen Tiere, mit sanitären Einrichtungen und Futterräumen. Dank des Einsatzes des Tierschutzvereines konnte ein Großteil der benötigten Finanzmittel durch Spenden aufgebracht werden und einen Teil gab das Land Hessen dazu, so dass die Stadt nicht mehr all zu viel zuschießen musste.  Das neue Tierheim umfasste nun zwei Trakte, in denen Tiere untergebracht werden konnten mit insgesamt 27 Innen- und dazugehörigen Außenboxen, sowie zwei Katzen-Großboxen. Ein Arztraum, ein Büro, eine Küche und ein Futterraum komplettierten den Bau. Die testamentarische Vorgabe eines Spenders veranlasste noch die Einrichtung eines Großkäfigs. Ein Fall - ein paar Jahre vor dem Bau des Tierheims - bestärkte Herrn Dohn darin, dass dieser Großkäfig dringend gebracht wird. So gab es am Güterbahnhof einen herrenlosen herumstehenden Elefanten eines Zirkus, der nur mit Mühe untergebracht werden konnte. Später dann war es eine trächtige Eselin. Entlaufene Pferde und ähnliche Großtiere können nun - wie herrenlose Hunde und Katzen - im Tierheim Offenbach untergebracht werden.  Aus Anlaß der Tierheimpremiere würdigte der Landestierschutz- verein Hessen den 1. Vorsitzenden des Offenbacher Tierschutzvereines, Herrn Rudolf Dohn, seine in der Tierpflege ebenfalls aktive Gattin und den 2. Vorsitzenden, Herrn Johann Fehser, mit dem silbernen Ehrenzeichen. Zu Ehren seines Einsatzes wurde das Tierheim Rudolf-Dohn-Tierheim genannt.

Tierheim kommt in private Hand
Vertrag zwischen Stadt und Tierschutzverein ist unterschriftsreif 

Das bislang städtische Rudolf-Dohn-Tierheim an der Rheinstraße wird künftig vom Tierschutzverein Offenbach geführt. Dies gab der Magistrat bekannt, nachdem ein Vertrag zwischen Stadt und Verein ausgearbeitet worden ist. Da beide Seiten die Vereinbarung bereits gutgeheißen haben, wird sie in den nächsten Tagen unterzeichnet. Die Tierpflegerin, die die Fundtiere im Heim aufnimmt und betreut, bleibt Angestellte der Stadt. Dieser Vertrag hat Gültigkeit zunächst bis zum Jahresende 1990. Als das städtische Tierheim im Jahre 1975 neu errichtet wurde, beteiligte sich der Tierschutzverein Offenbach mit etwa einem Drittel der Bausumme. Auch in den folgenden Jahren trug er mit beträchtlichen Zuschüssen zu dessen Finanzierung bei. Der Tierschutzverein übernimmt die Aufgabe, für die Stadt Offenbach im Sinne des Fachrechtes Fundtiere aufzunehmen und zu betreuen. Die momentanen Benutzungs- und Gebührenregelungen werden Bestandteil des Vertrages. Das Gebäude und das Grundstück des Tierheims wird dem Tierschutzverein unentgeltlich zur Nutzung überlassen. Dieser ist dafür verpflichtet, das Gebäude, technische oder sonstige Einrichtungen sowie die Außenanlagen in einem ordentlichen Zustand zu erhalten, wofür er die Kosten trägt. Jegliche baulichen oder sonstigen Änderungen des Gebäudes oder der Außenanlagen bedürfen der Zustimmung der Stadt. Die Kosten solcher Änderung trägt der Tierschutzverein, dem zu keiner Zeit eine Entschädigung zusteht. Der Tierschutzverein ist zu einer jährlichen Rechnungslegung verpflichtet, die durch die Stadt geprüft wird. Nach Abzug der Sachkosten für das Tierheim erzielte Einnahmeüberschüsse sind zur teilweisen Deckung der Personalkosten an die Stadt abzuführen, die höchstens einen Zuschuss bis zu 60 Prozent der Personalkosten leistet. Dies entspricht weitgehend dem Zuschussbedarf unter städtischer Haushaltsführung. Verluste, die durch die Betriebsführung oder aus sonstigen Gründen entstehen, gehen voll zu Lasten des Tierschutzvereins. Für den Fall jedoch, dass ein solcher Verlust mehr als 25 Prozent des Personalkostenansatzes ausmacht, kann der Verein bei der Stadt um eine Anpassung des Zuschusses nachsuchen. 
Auszug aus der Offenbach-Post vom 13.04.1982, zusammengefasst von Rose Bormuth 

Stadt gibt Tierheim ab
Jetzt in Obhut des Tierschutzvereines Eine Reihe aktiver Tierschützer war am Donnerstag Zeuge, als die Stadt das Rudolf-Dohn-Tierheim an den Tierschutzverein übergab. , Die Verträge unterzeichneten der 1. Vorsitzende des Vereins, Michael Prechtl, und der stellvertretende Amtsleiter der Polizei- und Ordnungsbehörde, Manfred Rauschkolb. Die Verantwortung für das Tierheim liegt jetzt ganz in Händen des Vereins. Nichts ändern wird sich an der Leitung des Heims. Damit bleibt weiter Gudrun Lincke betraut. Rauschkolb dankte ihr im Namen der Stadt für die Arbeit, die sie bisher dort geleistet hat. Sie wird diese Arbeit weiterhin als städtische Angestellte fortsetzen, nun aber im Auftrage des Vereins. Das Rudolf-Dohn-Heim ist 1975 gemeinsam von Stadt und Tierschutzverein gebaut worden. Das partnerschaftliche Verhältnis bleibt auch künftig gewahrt. Nach wie vor sind die Gebäude in städtischem Besitz, lediglich die Verfügungsgewalt ist dem Verein übertragen. Er kann auch mit einem städtischen Zuschuss zu den Betriebskosten rechnen, wird jedoch aus eigenen Mitteln schätzungsweise 12000.-- DM bis 15000.-- DM aufbringen müssen. Bei der diesjährigen Straßensammlung für den Tierschutz, sie findet wieder im Oktober statt, wird deshalb gezielt für das Heim gesammelt. Michael Prechtl: Der Spender kann also an Ort und Stelle sehen, was mit seinem Geld geschieht.
  

Auszug aus der Offenbach-Post vom 03.07.1982, zusammengefasst von Rose Bormuth

Das Rudolf-Dohn-Tierheim wächst weiter...
ein Bericht von Eveline Klein 

Einige Jahre nach seiner Erbauung war es soweit: Das Tierheim platzte aus allen Nähten. So setzte sich der 1976 zum 1. Vor- sitzenden gewählte Offenbacher Architekt, Herr Karl Michael Prechtl, 1988/89 für eine Aufstockung des Tierheims ein. Vor allem sollten nun die Katzen räumlich von den Hunden getrennt werden, da sie bisher auch immer dem lauten Gebell der Hunde ausgeliefert waren. Als Quarantänestation für die Katzen diente der Arztraum, der jedoch sehr beengt ist und nicht viel aufnehmen kann. So gab es einmal ziemliche Probleme, als eines Tages durch die polizeiliche Räumung einer 1-Zimmer-Wohnung 27 (!) Katzen ins Tierheim gebracht wurden. Da diese Tiere nicht geimpft waren, mussten sie erst einmal separat vom vorhandenen Tierbestand untergebracht werden. Es war oft der Erfindungsgeist der heutigen Tierheimleiterin gefragt, wie und wo sie was unterbringen kann. Diese erste Aufstockung brachte nun drei geräumige Katzenstuben mit zwei gut gesicherten Außenboxen, eine größere Quarantänestation, eine kleine Küche sowie einen Versammlungsraum. Letzterer kann für Mitgliederversammlungen genutzt werden, die bisher immer in gemieteten Räumen stattfanden. Auch Schulklassen besuchen oft das Tierheim und lassen sich in kleinen Vorträgen durch die Tierheimleiterin über Tiere und Tierschutz informieren. Natürlich stand dieser Raum nie leer, denn er diente auch zur Unterbringung von Kleintieren und manches mal auch für eine Mutterkatze mit ihren Jungen. Die mittlere der drei Katzenstuben wurde zur Touristenklasse erklärt, d.h. hier machen Katzen Urlaub, deren Besitzer verreist sind. Gleiches gilt auch für den Pflegetiertrakt bei den Hunden. Beide Urlaubsplatzangebote sind regelmäßig ausgebucht. Auch bei dem ursprünglichen Bau änderte sich im Zuge dieser Aufstockung einiges. Der Heizungsraum wanderte ein Stück nach rechts und machte dem Treppenhaus zum 1. Obergeschoß Platz. Bei einigen Außenboxen des Fundtiertraktes wurden Wände heraus gebrochen, so dass drei bis vier Innenboxen nun eine große, geräumige Außenbox haben - natürlich nur für die Hunde, die sich vertragen. Da nun die Arbeit im Tierheim für eine Person alleine nicht mehr zu bewältigen war, wurde eine Zivildienststelle beantragte, die auch bewilligt wurde. So verfügt das Tierheim seit 1985 im entsprechenden Rhythmus der Dienstzeit eines Zivildienstleistenden über eine zusätzliche Hilfe, die von den jungen Männern im entsprechenden Alter sehr gerne angenommen wird. Bisher konnte die Stelle regelmäßig besetzt werden. Wiederum einige Jahre später - 1997 - wurde durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Prechtl, eine weitere Aufstockung geplant, beantragt und durchgeführt. Dieses Mal wurde nun der Pflegetiertrakt der Hunde überbaut. Erhöht wurde die Zahl von einer auf nun drei Quarantänestationen für Katzen. Außerdem wurde ein Büro für die Verwaltungsangestellte, die bisher im Versammlungsraum untergebracht war, eingerichtet. Für die weitere Bereitstellung einer Zivildienststelle entstand nun ein Zimmer mit Dusche und WC. Einem Anwärter für die Zivildienststelle, der nicht aus dem Offenbacher Raum kommt und während seiner Dienstzeit nicht zu Hause wohnen kann, wird hier nun eine Unterbringungsmöglichkeit gegeben. Außerdem wurde die Pferdebox zu einem Kleintierraum umgebaut. In der Außenanlage entstand noch ein kleines Freigehege für die kleinen Hoppelmänner und -frauen.

Das machen wir

Ein Tag im Tierheim...
von Gudrun Lincke, Tierheimleiterin

Wie an jedem Morgen führt mich auch heute mein erster Weg zu den Feuerwehrboxen um nachzusehen, ob wir in der vergangenen Nacht „Neuzugänge“ bekommen haben. Glücklicherweise sind beide Zwinger leer. Nachdem wir am Wochenende zwei neue Hunde bekamen, wurde es in den Zwingern sehr eng. Keiner der beiden trägt ein Halsband mit Adressenanhänger oder Steuermarke, auch ein Mikrochip konnte mit Hilfe des Lesegerätes nicht gefunden werden. Nun heißt es abwarten, ob sich ein Besitzer meldet.

Der Rundgang führt mich weiter zu den Zwingern. Hier muss nachgesehen werden, welche Hunde noch Durchfall haben. Alle Hunde hatten sich nämlich mit einem Darmvirus infiziert. Durchfall und teilweise auch hohes Fieber waren die Folge. Dank der tierärztlichen Behandlung ist heute fast wieder alles in Ordnung. Weiter geht es zu den Kleintieren; auch hier hat sich nichts Wesentliches ereignet.

Bei den Katzen scheint ebenfalls alles in Ordnung zu sein - bis auf Joda, ein uralter Kater, der bei uns vor einigen Tagen mehr tot als lebendig als Fundtier abgegeben wurde. Joda steht heute nicht zur Begrüßung an der Tür, um freudig und voller Ungeduld seine Vitamin- und Aufbaupräparate zu schlecken - er liegt apathisch in seinem Korb und hatte in der Nacht erbrochen. Nach der Fütterung muss Joda zum Tierarzt gefahren werden.

Während ich im Büro einige Telefonate erledige, hat Cora Bonnet bereits mit der Zubereitung des Hundefutters begonnen, welches heute aus Lamm und Reis-Diät besteht. Erforderliche Medikamente (z. B. Wurmkur, evtl. Antibiotika, Herztabletten etc.) werden in Leberwurst versteckt und verabreicht. Somit ist die Aufnahme der Tabletten gewährleistet und die Hunde freuen sich über das zusätzliche Leckerle.

Wegen des Risikos einer evtl. Magendrehung werden die Hunde im Wechsel gefüttert, d. h. zuerst bekommen die Hunde Futter, die nicht in der ersten Runde in die Wiesenausläufe gebracht werden. Wenn diese erste Runde in die Zwinger zurückkommt, erfolgt deren Fütterung. Um die Fütterung der Katzen kümmert sich Conny Bauer; sie kennt die Vorlieben unserer Katzen genau. Auch hier brauchen einige Stubentiger Medikamente, in den meisten Fallen ist es eine Wurmkur, nur wenige bekommen andere Tabletten. Hier ist die Verabreichung nicht so einfach, wie bei den Hunden - Katzen lassen sich mit Leberwurst nicht so leicht austricksen.

Die meisten Katzen haben ein Gespür für versteckte Tabletten und spucken diese - nach dem sie die Leberwurst sorgfältig abgeschleckt haben - wieder aus. Dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.  Nachdem alle Tiere versorgt sind, werden die Wiesenausläufe mit der ersten Runde der Hunde belegt. Dann haben wir Zweibeiner Zeit für einen Kaffee oder Tee und es wird über Veränderungen (Neuzugänge, Vermittlungen, Erkrankungen etc), die sich am Wochenende ereigneten, informiert.

Nach einer kurzen Arbeitsbesprechung, in der die tierärztlichen Behandlungen und sonstiges Anstehende festgelegt und besprochen wird, gehen wir alle zurück an die Arbeit.

Heute ist Großputztag mit anschließender Desinfektion bei den Hunden angesagt. Alle Innen- und Außenboxen werden mit dem Hochdruckreiniger ausgespritzt und abgezogen (getrocknet), ebenso die Pritschen, Gummiliegematten und Körbe. Handtücher und Decken müssen ausgewechselt und gewaschen werden und alle Futterschüsseln sind zu spülen. In der Regel wird diese Arbeit von zwei Kolleginnen ausgeführt; heute hilft noch eine Schülerpraktikantin. Zwischenzeitlich werden die Hunde im Wechsel in die Ausläufe gegenüber dem Tierheim gebracht.

Da am Wochenende einige Hunde aus der Gruppe vermittelt wurden, müssen wir versuchen, welche Hunde sich in die Gruppe integrieren lassen. Hierbei müssen immer mindestens zwei Mitarbeiterinnen wegen eventueller Beißereien anwesend sein.

Bei den Katzen, die in der oberen Etage unseres Tierheimes untergebracht sind, ist die Belegung z. Z. nicht so stark, wie bei den Hunden. Neben sechs Pflegekatzen beherbergt das Tierheim momentan 23 Herrenlose; fünf davon sind so scheu, dass man sie nicht anfassen kann. Dadurch haben diese Tiere kaum eine Vermittlungschance.

Auch hier wird heute gründlich gereinigt, Katzentoiletten müssen ausgetauscht werden, Kacheln und Fensterscheiben sind zusätzlich abzuwaschen, in den Körbchen liegende Handtücher und Decken werden gewechselt und gewaschen. Conny Bauer wird bei dieser Arbeit von einer zweiten Praktikantin unterstützt.

In der Zwischenzeit stelle ich die Behandlungsliste für den fälligen Tierarztbesuch zusammen:
  • neben einigen Impfungen für Hunde und Katzen müssen zwei Kater kastriert und tätowiert werden;
  • neu eingelieferte Hunde, die von ihrem Besitzer nicht abgeholt werden, bekommen einen Mikrochip implantiert;
  • bei einem Kaninchen sind nach einer Operation vor 10 Tagen die Fäden zu ziehen,
  • ein Hund lahrnt zeitweise;
  • ebenso werden einige Medikamente benötigt.

Vom Tierarzt zurück, erfahre ich über "Joda‘s" schlechten Zustand. Seine Nierenwerte sind sehr hoch; ob wir das mit einer speziellen Nierendiät und Infusionen wieder hinbekommen ist sehr fraglich, da der Kater schon sehr schwach und alt bei uns abgegeben wurde.

Nachdem "Joda" versorgt ist, werden die Kleintierunterkünfte, die z. Z. sehr stark mit Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern, Mäusen und Ratten belegt sind, von Rosi Feisel und einer Praktikantin gesäubert.

Sind alle Putzarbeiten bei den Tieren erledigt, kommen die allgemeinen Räumlichkeiten wie Küche, Büro, Flur etc. an die Reihe. Bis es dann um 15:00 Uhr mit dem Publikumsverkehr losgeht, haben wir uns alle die Mittagspause wohl verdient.


Um 15:00 Uhr wird geöffnet und viele, Gassigeher - aber auch andere Besucher - sind bei diesem wunderbaren Wetter heute gekommen.
Fast jeder Gassigeher hat seinen Liebling, der ihm von Cora Bonnet aus den Zwinger herausgegeben wird. Schnell noch ein Tütchen mit "Leckerlies" einstecken und schon kann es losgehen. Nach ca. 30 - 45 Minuten wird gewechselt, so dass jeder Hund spazieren geführt wird.

Das Telefon steht nicht still, im Vorraum drängen sich die Besucher. Fast jeder hat ein kleines Problem, das wird gemeinsam zu lösen versuchen.
Ein Hund wird gesucht - erleichtert stellen wir fest, dass es einer der beiden Fundhunde vom Sonntag ist. Eine Empfangsbescheinigung muss vom Besitzer unterschrieben werden, dann nimmt er über- glücklich seinen Ausreißer in Empfang. Zum Schluss bekommt er den Rat, am Halsband Adresse und Telefonnummer zu befestigen sowie vom Tierarzt einen Mikrochip implantieren zu lassen, durch den wir mit Hilfe eines Lesegerätes den Besitzer ausfindig machen können.

Etwas später erscheint eine ältere Dame in Begleitung ihrer Tochter. Auf ihrem Arm sitzt eine völlig übergewichtige Katze. Unter Tränen erklärt sie, dass sie sich aus gesundheitlichen Gründen von "Nicki" trennen muss. Sie geht in ein Pflegeheim, wo keine Tiere erwünscht sind, und von den Angehörigen will keiner das alte Tier haben - es könnte ja Tierarztkosten verursachen.

Während Conny Bauer die Katze in die Aufnahmestation bringt und versorgt, bereite ich die Verzichtserklärung vor und verspreche der alten Dame, dass wir uns um die Katze kümmern.

Draußen wartet ein junges Paar, der Mann hat einen Karton mit einer toten Katze auf dem Arm. Beide sind völlig fertig und können kaum sprechen. Nachdem Rosi Feisel die Katze entgegengenommen hat, erfahre ich, dass sie beim Heimkommen ihre Katze im gekippten Fenster vorgefunden hätten - sie war schon tot. Leider passieren solche Unfälle“ sehr oft; immer wieder fragen wir uns, warum. Ist es Unwissenheit???

Das Tierheim ist Tierkörpersammelstelle für die Stadt Offenbach. Verstorbene Tiere können bei uns vom Besitzer direkt abgegeben werden. Die meisten toten Tiere bekommen wir von der Feuerwehr - fast immer handelt es sich hierbei um Verkehrsunfälle. Kein schöner Anblick! Heute ist die Truhe fast voll und die Tierkörperbeseitigungs- Firma muss für die Leerung am nächsten Tag bestellt werden.
Unter den vielen Telefonaten gibt es mehrere Nachfragen nach Pflegeplätzen für die bevorstehende Urlaubszeit. Durch die Aktion ‚Nimmst Du mein Tier, nehm ich Dein Tier‘ können einige Adressen ausgetauscht werden.

Eine allein stehende Damen braucht sofort einen Pflegeplatz für ihren Hund. Sie fährt morgen in Urlaub und die Pflegestelle, bei der sie sich angemeldet hatte, sagte kurzfristig wegen Erkrankung ab. Nach mehreren Telefonaten konnte mit einer privaten Adresse weitergeholfen werden. Für den Dobermannrüden "Randy" gibt es Interessenten. Das Paar hatte sich schon vor vier Wochen in "Randy" verliebt und war seitdem regelmäßig mit ihm und seinem Gassigeher unterwegs. Heute sollen die Formalitäten erledigt werden, damit "Randy" auf "Probe" mitgenommen werden kann. Während der Drucker den Vermittlungsvertrag ausdruckt, klingelt schon wieder das Telefon. Eine Erzieherin fragt an, ob sie mit einer Kindergartengruppe das Tierheim besuchen dürfe. Wir vereinbaren einen Termin für 15 Kinder mit Begleitung. Regelmäßig besuchen Kindergärten und Schulklassen unsere Einrichtung, um sich zu informieren.

Der Vertrag für Randy ist fertig und unterschrieben, ebenso das Formular zur Anmeldung im Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes. Nachdem der lmpfpass an die neuen Hundebesitzer übergeben wurde, ist jetzt der Augenblick gekommen, wo wir uns von Randy, der fünf Jahre im Tierheim lebte, verabschieden. Randy war schon mehrmals vermittelt und wurde immer wieder zurückgegeben, aber nun haben wir das Gefühl, dass es dieses Mal klappt. Seine neuen Besitzer versprechen, uns zu besuchen, sobald Randy sich eingelebt hat. Viel Glück, Randy!

Mittlerweile ist es fast 17:00 Uhr und die meisten Hunde sind vom Spaziergang zurück. Beim Gassigehen ist einer unserer Hunde mit der Vorderpfote in eine Glasscherbe getreten und blutet stark. Nachdem die Wunde gereinigt und desinfiziert ist, sieht man, dass es sich nur um einen kleinen Schnitt handelt, der aber immer wieder blutet. Mit einem Druckverband kann geholfen werden; nach einer halben Stunde sehen wir nochmals nach ihm - die Blutung ist gestillt, der Verband bleibt sauber und trocken.

Nun beginnt das Nachfüttem: Die Hunde bekommen heute nur Kohlekekse, bei den Katzen werden die leer gefressenen Näpfe noch mal aufgefüllt und die Wasserschüsseln nachkontrolliert.

Im Büro wartet ebenfalls Arbeit: Verträge müssen abgelegt werden, für neu aufgenommene Tiere wird eine Akte angelegt, die Einnahmen des Tages müssen im Kassenbuch des PC gebucht werden etc.

Es ist nach 18:00 Uhr; Ruhe bei allen Vierbeinern, die zufrieden in ihren Boxen liegen, ist eingekehrt. Nun werden noch alle Zwinger kontrolliert und die Türen abgeschlossen.

Gute Nacht, Vierbeiner!

Ein letzter kurzer Plausch mit den Kolleginnen und das Tierheim wird bis zum nächsten Morgen geschlossen.

Das brauchen wir

Wunschliste...

Sie wollen uns aktiv unterstützen – hier ist eine Möglichkeit dazu.

Spenden, Spenden, Spenden…
ein leidiges Thema, aber für uns die einzige Chance des Überlebens. Leider haben wir keine großen Ressourcen auf die wir unerschöpflich zurückgreifen können und die uns den „normalen“ Tierheimbetrieb absichern und aufrechterhalten. Daher sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen und müssen uns immer wieder erklären. Es geht nicht ohne Spenden, es geht nicht ohne Sie! Erfahren wir keine Hilfe, ist unsere Arbeit nicht durchzuführen.

Handwerksmaterial gehört ebenso dringend dazu, wie Geld-, Sach-Spenden und manchmal auch die helfende Hand, die einfach mit anpackt.

Einige materielle Dinge, die wir sehr dringend benötigen, haben wir Ihnen hier aufgelistet. Wenn Sie uns aushelfen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, damit wir Ihnen zu den einzelnen Punkten, weitere Details und zusätzliche Angaben machen können. Vielen Dank! 

Wir wünschen uns… .  

  • Sichtschutz für die Ausläufe, die neu angefertigt werden müssen  
  • ca. 120 lfd. Meter Stabgittergeflecht zur Erneuerung und Absicherung der Hundeausläufe  
  • 1-2 Holz-Gartenhäuser, zur Unterbringung von Gartenmaterial  Baumaterial für Plattformen auf den Wiesen zum darauf/darunter liegen  
  • Imprägnierte Pfosten und Bretter als Baumaterial  
  • Kleine Schmusekissen mit Katzenminze gefüllt – um den Samtpfoten die Eingewöhnung im Tierheim zu erleichtern  
  • Wir suchen auch immer engagierte Handwerker, die uns in ihrer freien Zeit tatkräftig unterstützen...
Vielen Dank an alle Spender, durch die wir vieles ermöglichen können!

Hier findest Du uns

Tierschutzverein Offenbach e. V.,
Am Wetterpark 1
(ehemals Rheinstraße 2 a)
63071 Offenbach (Main)

Ansprechpartner
Jürgen Eichenauer

Tel: 069-858179
Fax: 069-85709361

E-Mail: info@tierschutzvereinoffenbach.de



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