Krisenhilfe Münster e. V.
Verein zur Suizidprophylaxe und Krisenbegleitung

Münster, Nordrhein-Westfalen
Kategorien: Kategorie Gesundheit Kategorie Seelsorge 
Das sind wir

Krisen sind normal und gehören zum Leben. Sie treten dann auf, wenn wir mit Situationen konfrontiert sind, die uns überfordern, die wir nicht mehr auf gewohnte Weise bewältigen können. Auslöser für Krisen können ganz unterschiedlich sein: Plötzlich auftretenden Veränderungen, denen wir uns ausgeliefert fühlen:
  • der Tod eines geliebten Menschen,
  • der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes,
  • die überraschende Diagnose einer lebensverändernden Krankheit, etc.

Parallel dazu gibt es Krisen, denen fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens begegnen:
  • der Eintritt in eine neue Lebensphase,
  • Schwierigkeiten und Probleme in Partnerschaft oder Ehe, etc.

Die meisten Menschen können gut mit Krisen umgehen. Persönliche Ressourcen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, ein stabiles soziales Umfeld, Freunde, Verwandte, Kolleg/innen unterstützen beim Durchgang durch eine Krise. Sie helfen dabei, dass das Herausfordernde an der Krise bewältigt werden kann und die neue Situation gestaltet oder zumindest angenommen werden kann.Nach einer Krise gilt dann oft der Satz, dass in jeder Krise auch eine Entwicklungschance steckt. Nach einer Krise weiß man manchmal besser, wer man ist, was man will, auf wen man sich verlassen kann, was einem wichtig ist.Manche Krisen überfordern jedoch so sehr, dass Menschen darin stecken bleiben. Sie wissen weder ein noch aus, treten auf der Stelle … und wollen am liebsten sterben.


Das passende \\\\\\\"Gegenüber\\\\\\\"
Der größte Teil der Beratungsarbeit in der Krisenhilfe wird von ca. 30 ehrenamtlichen KrisenberaterInnen geleistet. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter verfügen über viel Lebenserfahrung und üben die unterschiedlichsten Berufe aus. Allen gemeinsam ist ihr unentgeldliches großes Engagement, sich für andere Menschen einzusetzen. Sie haben sich mit den Themen Krisen und Suizidalität in einer speziellen Ausbildung intensiv auseinandergesetzt.

Das machen wir

Beratung und Begleitung
Die Krisenhilfe Münster ist eine psychosoziale Beratungsstelle für Menschen,

  • die sich verzweifelt, ratlos oder hoffnungslos fühlen, 
  • die daran denken sich das Leben zu nehmen oder es bereits versucht haben, 
  • die sich um eine nahestehende Person Sorgen machen, 
  • die jemanden durch Selbsttötung verloren haben, 
  • die sich für das Thema Suizidalität aus beruflichen Gründen interessieren und mehr darüber erfahren möchten.


Sie sind in Not
Menschen in Lebenskrisen unterliegen einem hohen psychischen Druck und manchmal auch physischen Schmerzen. Der psychische Druck ist verbunden mit Gefühlen der Angst, der Verzweiflung und Not, des Schocks, des Misstrauens, der Niedergeschlagenheit und der Feindseligkeit. Diese Gefühle können sich gleichzeitig in körperlichen Beschwerden, -wie Herzrasen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Zittern und Kreislaufbeschwerden äußern. Man fühlt sich überwältigt von der Fülle von Schwierigkeiten und kleinste Anforderungen erscheinen wie unüberwindbare Hürden.
 
Die unterschiedlichsten Lebenssituationen können zu einer Krise führen: 
  • Anhaltende Überlastung und Überforderung in privater oder beruflicher Situation
  • Der Verlust der eigenen Gesundheit oder der Arbeitsstelle
  • Die Trennung von einem geliebten Menschen durch das Ende einer Beziehung oder durch den Tod
  • Das Erfahren traumatischer Erlebnisse in der Gegenwart oder der Vergangenheit
  • Erlebte Gewalterfahrungen oder angedrohte Gewalt
  • Akute familiäre oder andere Beziehungskonflikte
 

Wenn Sie an Selbsttötung denken
Nehemen Sie sich Zeit, um eine Lösung für Ihre persönliche Situation zu finden, 
vielleicht haben Sie in Ihrer Verzweiflung noch nicht alle Auswege bedacht.

Sie suchen nach einem Ausweg! Nehmen Sie Hilfe an, auch wenn Sie in der momentanen 
Situation nicht daran glauben können, dass Ihnen überhaupt noch jemand helfen kann.

Rufen Sie uns an, geben Sie sich eine Chance und führen Sie mit uns ein Gespräch 
in einem geschützten Rahmen. Auf Ihren Wunsch können Sie auch anonym bleiben.

Schützen Sie sich selbst, wenn Sie die Verantwortung für sich momentan nicht übernehmen 
können. Lassen Sie sich stationär aufnehmen.

Unser kostenloses Beratungsangebot umfasst Hilfe in Form von Gesprächen. Im Vordergrund steht die schnelle und persönliche Kontaktaufnahme: Innerhalb von 24 Stunden nach Ihrem Anruf kann ein persönliches Gespräch stattfinden.


Ein Freund braucht Hilfe
Nehmen Sie aktiv Kontakt auf! Sprechen Sie ihn direkt auf seine Suizidgedanken an, haben Sie keine Angst ihn damit erst auf die Idee zu bringen, die meisten Betroffenen sind sehr erleichtert, wenn sie in ihrer Not gesehen werden. Überlegen Sie genau, ob Sie sich in der Lage fühlen, ein solches Gespräch zu führen, oder wer an Ihrer Stelle das Gespräch führen sollte.

Versuchen Sie ruhig zu bleiben und die Suizidgedanken als sinnvolles Notsignal einzustufen. Suizidgefährdete Menschen möchten nicht unbedingt tot sein, sondern sie wollen so, wie die Situation jetzt ist, nicht mehr weiterleben.

Bitte versuchen Sie Folgendes zu beachten:

Machen Sie Ihrem Gegenüber keine Vorwürfe: „Tu das bloß nicht, denk an deine Kinder“!

Trösten Sie nicht vorschnell und bagatellisieren Sie nicht die Situation: „Ach komm, das wird schon wieder!\\\\\\\"

Zeigen Sie keine vermeintlich positiven Aspekte der Krisensituation auf: „Klar ist eine Trennung schwierig, aber Ihr habt Euch doch sowieso nie verstanden\\\\\\\"!

Geben Sie keine übereilten Ratschläge: „Mach doch einfach mal...\\\\\\\" ; „Versuch doch einfach mal...\\\\\\\"!

Zeigen Sie statt dessen Verständnis, hören Sie genau zu und versuchen Sie seine Not zu verstehen. Bedenken Sie aber auch Ihre eigenen Grenzen, bieten Sie nur die Hilfe an, die Sie auch einhalten können. Übernehmen Sie diese Verantwortung nicht alleine, sondern holen Sie sich Hilfe bei einer vertrauten Personen oder einer Hilfeeinrichtung.


Sie haben jemanden verloren
Die große Lücke...die große Wut? Der Verlust eines geliebten Menschen ist sehr schmerzvoll und besonders groß, wenn der Verstorbene sich selbst für den Tod entschieden hat, er durch Suizid verstorben ist.

Am Anfang stehen Sie unter Schock, Ihre Lebensumstände verändern sich von einer Minute zur anderen. Der Tod ist ein radikaler Einschnitt.

Die Selbsttötung eines nahestehenden Menschen stürzt Sie möglicherweise in eine schwere Lebenskrise.Manchmal denken Hinterbliebene in dieser Situation ebenfalls daran, sich das Leben zu nehmen. 

Vielleicht empfinden Sie Gefühle von Schuld, quälenden Selbstvorwürfen und immer wieder dreht sich alles um das: WARUM? Und die Frage, was hätte ich tun können, das zu verhindern?

Möglicherweise entwickeln Sie gleichzeitig eine große Wut. Viele Trauernde wagen kaum laut auszusprechen: \\\\\\\"Warum hast du uns das angetan?\\\\\\\" Das eigene Leben wurde durch die Entscheidung des anderen, völlig verändert. Diese Gefühle sind wichtig und gehören mit zu der ganz normalen Trauerreaktion.

Sie sind durch dieses Ereignis in Ihren Grundfesten erschüttert und Sie brauchen in besonderem Maße Menschen, mit denen Sie Ihre Trauer teilen können, die Ihnen zuhören, oder die einfach nur bei Ihnen sind und Ihnen Zuwendung schenken. 

Die vielen unterschiedlichen Gefühle, die mit dem Suizid verbunden sind, nehmen einen so großen Raum ein, dass sie es den Hinterbliebenen schwer machen, die übrigen Gefühle eines nötigen Trauerprozesses zu leben. Wir bieten Ihnen Unterstützung an durch Einzelgespräche oder durch eine spezielle Gruppe für Hinterbliebene nach Suizid.


Seminar für Hinterbliebene
Ein Mensch hat sich das Leben genommen und zurück bleiben

Partnerinnen und Partner,
Töchter und Söhne, Mütter und Väter,
Großeltern und Geschwister,
Freundinnen und Freunde

mit quälenden Fragen:

  • Warum hast Du uns das angetan?
  • Hätte ich es verhindern können?
  • Warum habe ich es nicht rechtzeitig bemerkt?
  • Wie kann ich überhaupt weiterleben?
  • Warum ist es so schwer, offen darüber zu reden?

Diese bohrenden Fragen prägen die Trauer vieler Menschen nach dem Suizid eines Angehörigen. Dann ist es gut, daß Tränen und Trauer, Wut und Verzweiflung einen Ort finden und zum Ausdruck kommen dürfen.

Trauer kann man nicht überwinden
wie einen Feind.
Trauer kann man nur verwandeln:
den Schmerz in Hoffnung
die Hoffnung in tieferes Leben
(Sascha Wagner)

Bewußt zu trauern ist heilsam.

Dafür bieten wir in der Krisenhilfe Münster Raum und Gelegenheit mit einem speziellen Gruppenangebot für Hinterbliebene nach Suizid.


Hilfe für Angehörige
In Kooperation mit AGUS (Angehörige um Suizid e. V.) bieten wir ab Februar 2011 eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Suizidopfern an.

An der Gruppe können Menschen teilnehmen, die einen nahestehenden Menschen durch Suizid verloren haben. Die Gruppe ist eine offene Selbsthilfegruppe, die von einer Betroffenen geleitet wird. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um eine therapeutische Gruppe.

Wer Interesse an einer solchen Gruppe hat, wende sich bitte an Petra Karallus in der Krisenhilfe Münster. 



Das brauchen wir

Für unsere Arbeit sind wir auf Unterstützung angewiesen. Sie können die Arbeit der Krisenhilfe unterstützen, indem Sie Mitglied des Trägervereins werden. 
 
Wenn Sie unsere Arbeit finanziell unterstützen wollen, können Sie Ihre Spenden auf das Konto unseres Fördervereins überweisen. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Auf Wunsch erstellen wir eine Spendenquittung.

Hier findest Du uns

Krisenhilfe Münster e. V.
Klosterstraße 34

48143 Münster

Ansprechpartner
Petra Karallus

Tel: 02 51 51 90 05
Fax: 02 51 51 90 65

E-Mail: kontakt@krisenhilfe-muenster.de



Logo von Krisenhilfe Münster e. V. aus Münster


Krisenhilfe Münster e. V.
Ansprechpartner:
Petra Karallus

Klosterstraße 34

48143 Münster

Tel: 02 51 51 90 05
Fax: 02 51 51 90 65

Mail:
kontakt@krisenhilfe-muenster.de
Webseite:
www.krisenhilfe-muenster.de
Spendenquittung: keine Angabe