Zukunftsstiftung Landwirtschaft


Berlin, Berlin
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Das sind wir

Save Our Seeds (SOS) wurde 2002 von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft ins Leben gerufen und verteidigt seither die Nulltoleranz für die Verunreinigung von Saatgut mit GVO. Die Zukunftsstiftung selbst fördert die Züchtung von biologischem Saatgut und Innovationen im ökologischen Landbau. SOS konzentriert sich auf die Reinhaltung allen Saatgutes von gentechnischen Verunreinigungen. Über 200.000 Privatpersonen und 300 Organisationen in Europa mit insgesamt gut 25 Millionen Mitgliedern unterstützen bereits die Petition "Save Our Seeds", und es werden täglich mehr.

Aus dieser Initiative startete Save Our Seeds viele weitere Aktivitäten. So entstanden Projekte rund im die Auseinandersetzung mit Gentechnik, nachhaltiger Landwirtschaft und Ernährungssouveränität - verbunden mit einer internationalen Persepktive.

SOS organisiert die jährliche Konferenz gentechnikfreier Regionen Europas, initiiert und betreut die Aktion Bantam Mais und ist Mitherausgeber des Informationsdienst Gentechnik. SOS war an der Erstellung des Weltagrarberichts beteiligt und verbreitet dessen Erkenntnisse deutschlandweit. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Organisationen ist SOS Träger der Kampagne "Meine Landwirtschaft - unsere Wahl", die sich mit der Neuausrichtung der euroäischen Agrarpolitik nach 2013 beschäftigt. Mehr Informationen zu unseren Projekten finden sie hier.

Diese Website informiert Unterstützer von Save Our Seeds und die Öffentlichkeit über die weitere Entwicklung. Die Initiative "Save our Seeds" vertritt nicht die sie unterstützenden Organisationen, sondern lediglich deren gemeinsames, in der Petition niedergelegtes Ziel der Saatgutreinhaltung. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft ist verantwortlich für den Inhalt der Seite. Ihr Ziel ist es, alle relevanten Informationen zu diesem Thema zu sammeln. Hierfür sind uns Beiträge ebenso wie moralische, politische und finanzielle Unterstützung sehr willkommen.

Save Our Seeds hält das Saatgut sauber
Sollten gentechnisch veränderte Organismen (GVO) für die Lebens- und Futtermittelherstellung verwendet und in die Umwelt freigesetzt werden? Das ist ein höchst umstrittenes Thema in Europa und anderswo. Die Mehrheit der Verbraucher und Landwirte in Europa lehnt GVOs in ihrem Essen und auf ihren Feldern aus verschiedenen Gründen ab: Von der Besorgnis um Umwelt und Gesundheit bis hin zu politischen und ethischen Bedenken.

Die weltweite Vielfalt kultivierter Getreide-, Frucht- und Gemüsesorten wurde über Jahrtausende entwickelt und ihrer jeweiligen Umgebung angepasst. Es ist somit das Werk unzähliger Generationen und ein kulturelles Erbe, das es zu achten und zu erhalten gilt.

Saatgut-Konzerne fordern jedoch Grenzwerte für die „zufällige und technisch unvermeidbare“ Verunreinigung von herkömmlichem Saatgut mit GVO. „Spuren“ von Gentechnik könnten sich dann in allem Saatgut finden, selbst wenn niemand GVO anbaut. Da eine Kontrolle dieser Risikotechnologie unmöglich ist, würden Bäuerinnen und Bauern sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ihrer Entscheidungsfreiheit beraubt. Landwirte wüssten nicht mehr, ob sie gentechnisch verändertes Saatgut aussäen und vermehren oder nicht; was zu einer schleichenden Verunreinigung des Saatgutes führen und der gentechnikfreien Landwirtschaft und Ernährung die Grundlage entziehen würde.

Die SOS Petition
Über 300.000 Menschen und mehr als 300 Organisationen mit über 25 Millionen Mitgliedern aus allen EU-Staaten so wie Unternehmen und Institutionen unterstützen deshalb die gemeinsame Petition von Save Our Seeds für ein Reinheitsgebot beim Saatgut. Mit Erfolg: Die Nulltoleranz hat die EU-Kommission bis heute nicht angetastet; und sie wird von immer mehr Regierungen verteidigt. Sie fordern strenge Reinheitsvorschriften für Saatgut ohne GVO unabhängig davon, ob sie die Einführung von GVOs zu wünschenswert halten oder nicht.

Die SOS-Petition wurde im April 2002 gestartet, als der erste Entwurf für eine Saatgut Richtlinie von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde. Im Oktober 2002 wurden mehr als 80.000 Unterschriften und eine lange Liste der unterstützenden Organisationen den europäischen Kommissaren Franz Fischler und David Byrne überreicht (mehr...). Beide versprachen, eine eingehende Prüfung. Zwei Jahre später legte die EU Umwelt Kommissarin Margot Wallström erneut einen Vorschlag für Saatgut-Grenzwerte vor. Im Mai 2004 überreichte ihr "Save Our Seeds" die Petition mit 200.000 Unterschriften und im Namen von 300 europäischen Organisationen ( mehr...). Der scheidende Kommissionpräsident Prodi legte Wallströms Vorschlag schließlich auf Eis. Seither hat die Kommission zwar wiederholt betont, dass Grenzwerte festgelegt werden sollten, aber keinen erneuten Vorschlag vorgelegt.

Das machen wir

Aktion Bantam-Mais
Die „Aktion Bantam-Mais“ setzt sich für den bundesweiten Anbau gentechnikfreier, sortenfester (nicht-hybrider) Sorten in deutschen Gärten ein. Die Aktion bietet GärtnerInnen, BäuerInnen sowie vielen Balkon-BotanikerInnen die Möglichkeit, sich durch den Anbau des samenfesten Traditionsmaises „Golden Bantam“ gemeinsam gegen den Anbau von Gentechnik in ihrer Region zu wehren und ein Zeichen für den freien Austausch gentechnikfreien Saatgutes zu setzen. Zwar ist der Gentechnik-Anbau zur großen Freude aller Bantamesen seit 2009 in Deutschland wieder verboten, doch die Bewegung ist nicht mehr aufzuhalten.

In den vergangenen Jahren hat sich die Aktion verstärkt auf die Bedrohung der Vielfalt durch Hybrid-Sorten konzentriert. Mittlerweile blüht nicht nur Bantam-Mais sondern eine bunte Vielfalt von Maissorten auf Deutschlands Äckern, Balkonen und Gärten. Deren Saatgut kann, anders als beim Großteils angebauten Hybrid-Mais, selbst nachgebaut und vermehrt werden. 2010 kam der gentechnikfreie Leinsamen „Blaues Wunder“ hinzu. Seit 2011 ergänzen weitere samenfeste Sorten, deren Samen weitergezüchtet und zwischen BäuerInnen und GärtnerInnen ausgetauscht werden können, das Bantam-Sortiment. Damit setzt die Bantam-Gemeinschaft ein starkes Zeichen für Vielfalt in unseren Gärten.


Informationdienst Gentechnik
Der Informationsdienst Gentechnik, den Save Our Seeds im Auftrag des „Runden Tisches gegen Gentechnik“ herausgibt, ist die wichtigste Quelle von Nachrichten und Hintergründen für die Gentechnik-kritische Bewegung in Deutschland. Er berichtet tagesaktuell über neue Entwicklungen im Bereich der Agro-Gentechnik, stellt Nachrichten, Dossiers und Hintergrundinformationen zusammen und produziert Flyer und Postkarten zum Thema. Ein regelmäßiger Newsletter hält alle auf dem Laufenden, die sich kritisch mit Gentechnik in der Landwirtschaft und in Lebensmitteln auseinandersetzen möchten. Veranstaltungen in den Regionen findet man im Termin-kalender und eine Aktions-Seite informiert über Initiativen und Aktivitäten rund um die Agro-Gentechnik.

Seit 2012 gibt es außerdem ein Internetportal für Schulklassen zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft. Die Schülerseiten veranschaulichen kurz und verständlich die verschiedenen Aspekte der Risikotechnologie. Auf den Lehrerseiten werden spezifische Fragestellungen durch Texte sowie Frage-und-Antwort-Blöcke erläutert und Material für den Unterricht angeboten.

Der Infodienst ist so zu einer gemeinsamen Plattform der Gentechnik-kritischen Bewegung in Deutschland geworden. Per E-Mail oder telefonisch beantworten die beiden MitarbeiterInnen gerne Fragen zum Thema Gentechnik oder vermitteln Kontakte.


Meine Landwirtschaft
Die Kampagne „Meine Landwirtschaft“ ist ein breites gesellschaftliches Bündnis, getragen von über 40 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Ziel der Initiative ist es, mit der bevorstehenden Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) einen Systemwechsel hin zu einer nachhaltigen, sozialen und bäuerlichen Landwirtschaft einzuleiten und die GAP in die Mitte der gesellschaftlichen Diskussion und Verantwortung zu bringen.

Die GAP-Reform entscheidet über die Existenz von Millionen BäuerInnen in Europa und weltweit sowie über die Zukunft unseres Essens. Sie ist das vielleicht wichtigste Instrument in der Agrar-, Umwelt-, Klima- und Tierschutzpolitik das die EU in den nächsten Jahren beschließen wird. Damit kann sie die Weichen für unsere Gesundheit, für globale Gerechtigkeit und Hungerbekämpfung stellen.

Deshalb sollten sich alle EU-BürgerInnen einmischen und gemeinsam fragen: Welche Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion wollen wir in Zukunft mit unseren Steuern unterstützen ?Sollen aus unserer Kulturlandschaft Ölfelder für Sprit und Energie werden? Wird bäuerliche, regionale Landwirtschaft zum Opfer der Agrarindustrie, von Rohstoff-Spekulationen und Risikotechnologien? Diese Fragen sind zu wichtig, als dass wir sie der industriellen Agrar-Lobby überlassen sollten.


Weltagrarbericht
„Weiter wie bisher ist keine Option“ lautet das Fazit der bisher umfassendsten Analyse der Geschichte und Zukunft der globalen Landwirtschaft. Über 400 WissenschaftlerInnen aus 86 Ländern fassten im Auftrag der UNO und der Weltbank im Jahre 2008 diese Bilanz in einem Weltagrarbericht zusammen. Save Our Seeds hat seit 2003 im Aufsichtsrat des Weltagrarberichtes mitgearbeitet und die Ergebnisse des 2000 Seiten starken Werkes in einer Broschüre und im Internet zusammengefasst.

Die Broschüre „Wege aus der Hungerkrise - die Erkenntnisse des Weltagrarberichts und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen“ stellt zusammen mit der Webseite weltagrarbericht.de die Hauptaussagen des Weltagrarberichts anschaulich und verständlich dar. So ermöglichen sie jedem, sich in die Thematik einzuarbeiten und diese in die eigene Arbeit zu integrieren. Seit 2012 gibt es mit globalagriculture.org auch eine englische Version der Webseite.

Den industriellen Agrarmodellen des letzten Jahrhunderts gelang es nicht, Hunger und Fehlernährung, Klimawandel, Ressourcenknappheit, Artenschwund und Umweltverschmutzung zu überwinden und globale Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit durchzusetzen. Save Our Seeds hält bundesweit Vorträge zu diesem Thema and möchte damit zum Nachdenken, zu Diskussionen und zum Handeln für eine gerechte, klimafeste, vielfältige, bäuerliche, und ökologische Landwirtschaft anregen.


Konferenz gentechnikfreier Regionen Europas
In Zusammenarbeit mit seinen europäischen Partnern organisiert Save Our Seeds jährlich die Konferenz Gentechnikfreier Regionen Europas. LandwirtInnen, PolitikerInnen, UnternehmerInnen, WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und Organisationen der Zivilgesellschaft aus ganz Europa treffen sich um Erfahrungen auszutauschen, über gemeinsame Strategien zu debattieren, gemeinsam Flagge zu zeigen und das Selbstbestimmungsrecht der Regionen Europas zu verteidigen.

Über 290 Regionen, Departments und Bezirke und fast 5.000 Gemeinden und zehntausende LandwirtInnen in allen Ländern Europas haben ihr Territorium inzwischen zu gentechnikfreien Regionen erklärt. In erster Linie bedeutet dies, alles rechtlich Mögliche zu unternehmen, um den Anbau von GVO in den jeweiligen Gebieten zu verhindern. Ebenso ermöglicht eine solche Region gentechnikfreies Einkaufen, die Vermeidung von gentechnisch veränderten Futtermitteln und mit der Herkunftsbezeichnung die Garantie, dass Produkte ohne Gentechnik hergestellt werden.


ARC2020
Tiefgreifende Veränderungen können nur europaweit erreicht werden. Deshalb arbeitet Save Our Seeds seit 2010 in der „Agricultural and Rural Convention“ ARC2020 mit. ARC 2020 ist eine offene Plattform für gegenwärtig 156 Organisationen der Zivilgesellschaft, die an der gemeinsamen Agrarreform beteiligt oder interessiert sind.

Die interaktive Webseite ARC2020 veröffentlicht europaweite Termine, debattiert voraussichtliche Entscheidungen und begleitet sowohl auf EU-Ebene als auch auf nationaler Ebene die politischen Debatten und Entscheidungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik. Ferner bietet sie einen Blog zum Informations- und Meinungsaustausch und eine interne Seite für die Zusammenarbeit der Netzwerk-Mitglieder.

2012 initiierte ARC die Bewegung „Good Food - Good Farming“, eine internationale Initiative für eine faire und nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik. Mit europaweiten Aktionen und Protestmärschen tragen VerbraucherInnen, BäuerInnen und junge Menschen ihren Widerstand gegen die derzeitige Agrarpolitik nach Brüssel. Damit sollen darüber hinaus die EU-Agrarpolitik und ihre Bedeutung für Klima- und Umweltschutz, Artenvielfalt und ländliche Entwicklung einer breiten Öffentlichkeit verdeutlicht werden.

Das brauchen wir



Hier findest Du uns

Zukunftsstiftung Landwirtschaft
Marienstr. 19

10117 Berlin

Ansprechpartner
Benedikt Haerlin

Tel: 030-24047146
Fax: 030-27590312

E-Mail: info@saveourseeds.org



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